Beispiel: eMail-Games Als "Zero Budget eLearning" bezeichnet
Thiagi den Einsatz von eMail-Games. Das stimmt nicht ganz: eMail-Games
verursachen nur geringe Kosten für Werkzeug und Teletechnik, aber
sie erfordern den Einsatz von etwas Kreativität, didaktisch-methodischem
Know-How und Zeit in der Planung und Durchführung.
Sinnvoll eingesetzt, haben eMail-Games einige
Vorteile:
- eMail-Games funktionieren nach dem KISS-Ansatz ("Keep
it simple and stupid"): Eine Einarbeitung in die Bedienung
eines Software-Tools ist nicht notwendig.
- die Kosten sind überschaubar
- die Inhalte werden nicht "vorgesetzt", sondern kommen
aus der Gruppe der Teilnehmer
- eMail-Games nutzen die zusätzliche Motivierung durch Wettbewerb.
Dabei ist auch die Punktevergabe ist nicht vorgegeben, sondern
wird anonym durch die Teilnehmer festgelegt.
Konzept eines eMail-Games Das Grundgerüst eines eMail-Games besteht
aus einer Reihe von Fragen, die alle Teilnehmer bekommen und beantworten
sollen. Etwa bei einem eMail-Game für Teamleiter: Was sind
die wichtigsten Eigenschaften, die ein Teamleiter haben soll? Was
ist die witzigste Situation, die Sie als Teamleiter erlebt haben?
Was ist die schwierigste Situation, die Sie erlebt haben? Wie könnte
man diese Situation lösen? Der Moderator sammelt und ordnet
die Antworten und lässt sie wiederum anonym von den Teilnehmern
beurteilen, nach dem Muster: Welches sind Ihrer Ansicht nach die
drei besten Definitionen, Lösungsvorschläge etc. Die
meistgewählten Beiträge werden bepunktet.
Die Grundannahme bei einem eMail-Game ist,
dass die Teilnehmer selbst das Wissen und die Erfahrung haben,
um Praktiken und Lösungen zu entwickeln. Es bedarf nur einer
guten Moderation, um dieses Wissen bewusst und für alle Teilnehmer
zugänglich zu machen. |
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